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Carina e Valle di Prüsfa's Schönheit und Gefahren

Die Schönheit der Alp Prüsfa ist umwerfend. Wenn das Klima mild ist, trockener ist es angenehmer zum durch die Alp wandern um die Schafe zu kontrollieren. Doch der Nachteil ist, das sich dann auch gerne Vipern zwischen den Steinen und dem Gras aufhalten. Jeder Schritt die Stöcke voraus mit den Bergschuhen spüren diese uns genug früh um einen halben Meter vor den Füssen noch das Weite zu suchen...Wie froh bin ich, dass ich meinen Hunden beigebracht habe genau hinter mir zu marschieren. Wenn ich jedoch die Schafe zusammen nehmen und in untere Regionen treiben muss, ist mir jedoch gar nicht so wohl dabei. Nun habe ich das homöopathische Mittel Viper zur Sicherheit, mich bei der Rega als Mitglied eingeschrieben, beim Tierarzt nachgefragt was ich vorbeugend und falls etwas geschieht tun kann. 

Natürlich wende ich noch eine andere Methode an:

die Verbindung mit Mutter Erde mit all ihren Lebensformen und Lebewesen. Alles ist verbunden, schlussendlich ergänzt sich alles gegenseitig in der Natur und Geburt, Leben und Tod ist die Lebensspanne eines jeden Wesens. Jedes Wesens Körper ernährt sich von den anderen und dient eines Tages den anderen zur Ernährung. Die Seelen jedoch sind unvergänglich und verbunden...bis auf den Menschen, wir Menschen haben uns weitgehend von diesem Bewusstseins der Verbundenheit abgekoppelt. Doch will ich hier nicht weiter darauf eingehen in meinem Philosophie-Blogg werden ich bald mehr darüber schreiben. Nun endlich zur Methode wie ich meine Hunde auf der seelisch-geistigen Ebene schütze. Ich bete! Ja genau! Ich verbinden mich in Dankbarkeit und Freude mit dieser wunderschönen Gegend und all ihren Lebewesen, auch mit den Schlangen und bedanke mich, dass ich hier sein und wirken darf und bitte um Schutz für mich, meine Hunde und die Schafe die ich zu hüten haben. Die Schlangen haben auch ihren Auftrag in dem Ganzen, also danke ich auch Ihnen und bitte sie ganz besonders meine Hunde nicht zu beissen, falls diese sie erschrecken weil sie mir die Schafe holen gehen und danke ihnen dafür. Auch spreche ich innerlich mit den Felsen und losen Steinen die hier rumliegen und eine Gefahr sind. Schon 3 x sind mir genau vor mir ca. 30-40cm Durchmesser grosse Steinbrocken runtergerollt; eine sehr gefährliche Angelegenheit. Deshalb ist es wichtig wenn man unter den Stellen wo Brocken rumliegen und unter Felswänden aufpasst ob sich da Schafe aufhalten, die können nämlich solche Brocken lösen die dann mit grosser Geschwindigkeit losrollen. In Tom Brown's Jr. Schriften (sozusagen die Bibel der Natur- und Wildnipädagogen) habe ich gelernt, wer  sich in respektvoller, dankbarer Verbundenheit in der Natur aufhält ist geschützt, solange dieses Gefühl der Achtsamkeit lebendig ist und man Guter Dinge in Gedanken und Gefühlen ist. Mehr dazu im Blogg Philosophie der Mutter Erde und Vater Himmel. 

Die Belohnung gestern Abend war gross:

Zuerst bekam ich eines Steinadlers Fluges nahe der Felswand zu sehen, dann  konnte ich einen Hirschen mit dem Fernglas beobachten. Beim Weg über Stock und Fels haben wir dann eine ausgewachsene Gams aufgeschreckt; wir alle sind erschrocken; zwei Meter vor uns ist sie dann plötzlich aufgesprungen und davongerannt. Wie sie es nicht hätte glauben können was da passiert ist, hielt sie immer wieder an und schaute zurück ob wir auch noch an der gleichen Stelle sind oder ihr nachstellen. Das ganze dauerte eine Weile bis sie ganz verschwunden war...

Doch hier das Abenteuer noch nicht beendet: so nah wie ich noch nie einen Bartgeier sah, sah ich ihn über uns weg segeln. Circa drei Meter Spannweite der Flügel kann ich bestätigen. Ein sehr eindrucksvolles mächtiges Wesen. Ich genoss den Moment in vollen Zügen und in unendlicher Dankbarkeit, dass ich so faszinierende Schauspiele der Natur erleben durfte. Für das Handy im Rucksack zu zücken hatte ich nicht die Muse...vielleicht das nächste Mal ;)

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